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Der Dieselmotor
Der Dieselmotor ist der Motor der als fest eingebauter Motor sicherlich die weiteste Verbreitung hat. Jeder verantwortliche Schiffsführer sollte mit den grundlegenden Funktionen seines Motors vertraut sein, damit er jederzeit selbst kleinere Reparaturen vornehmen kann. Kann man mit dem Auto jederzeit die nächste Werkstatt anfahren oder bei Störungen seinen Automobilclub anrufen, so ist man beim Boot auf hoher See oder an einer entlegenen Insel auf sein eigenes Können angewiesen. Grundbedigung ist dabei, das ein Motorhandbuch in einer verständlichen Sprache jederzeit an Bord greifbar ist.

Entlüften
Neuere Dieselmotoren sind selbstentlüftend aber die meisten Motoren kennen diese Funktion nicht. Gelangt auf irgendeine Art Luft in die Kraftstoffversorgung (Tank ist leer, Kraftstofffilter wurde gewechselt), bleibt ein Dieselmotor unweigerlich stehen. Diese Luft muß bei einem Diesel von Hand entfernt werden (Entlüften). In der Regel muß dafür die Kraftstoffleitung an jedem einzelnen Zylinder vor der Einspritzdüse abgeschraubt werden. Speziell für diesen Fall gibt es eine von Hand zu betätigende kleine Kraftstoffpumpe, die man so lange betätigt, bis der Kraftstoff aus der Leitung herauskommt. Hat man die Leitungen zu allen Zylindern entlüftet und wieder montiert, kann der Motor wieder gestartet werden.

Filter
Spezielle Filter sind an Bord von Schiffen unbedingt Notwendig. Sie schützen den Motor vor Beschädigungen. Standardmäßig finden Sie an Dieselmotoren in Schiffen einen Kühlwasserfilter, einen Kraftstofffilter und einen Ölfilter.

Kraftstofffilter
Der Kraftstoffilter ist derartig wichtig, das auf den meisten Schiffen neben dem am Motor direkt eingebauten Kraftstofffilter, mindestens ein zusätzlicher extener Kraftstofffilter vorhanden ist. Dort findet zuerst eine mechanische Vorfilterung statt. Schwere Schwebestoffe fallen nach unten und lagern sich ab, Wasser, schwerer als Kraftstoff lagert sich ebenfalls unten am Filterboden ab. Unten am Filter befindet sich ein Hahn, durch den die Schwebestoffe und das Wasser regelmäßig abgelassen werden können. Als nächstes wird der Kraftstoff dann durch einen Papierfilter gedrückt, in dem dann auch die kleineren und leichteren Schwebestoffe hängen bleiben. Schiffstankstellen haben in der Regel einen geringeren Umsatz als vergleichbare Kfz-Tankstellen. Daher haben Schwebestoffe dort mehr Zeit sich abzulagern. Wird dieser Tank jetzt gefüllt wirbeln diese Ablagerungen auf und jemand der in den nächsten Stunden dort Tankt bekommt diese Verunreinigungen in seinen Tank. Es ist eine Tatsache, das Schiffsdiesel einen höheren Anteil an Verschmutzungen hat als Vergleichbarer Diesel an normalen Tankstellen. Dadurch bedingt sind auch die Tanks von Schiffen erheblich Stärker Verschmutzt.

Ein Bekannter hatte sein Schiff verkauft. Viele Jahre war er damit ohne auch nur eine Störung gefahren. Als er das Schiff nun dem Käufer bringen wollte, mußte er über das Ijsselmeer nach Amsterdam. Leider bekam er einen Wind der Windstärke 5 zu spüren und mußte sich durch von vorne kommende Wellen kämpfen. Das Schiff stampfte dadurch erheblich. Nach ca. 20 min Fahrzeit begann der Motor seine Drehzahl zu verändern, stotterte und ging dann endgültig aus. In dem auf den Wellen tanzenden Antriebslosen Boot begann darauf hin eine fieberhafte Fehlersuche. Das Ergebnis: Der Kraftstofffilter war so stark verschmutzt, das er keinen Kraftstoff mehr durchließ. Durch die Bewegungen des Schiffes waren die Ablagerungen am Tankboden aufgewirbelt worden und verstopften den Filter. Der Filter war nach dem Erkennen des Fehlers schnell gewechselt und die Fahrt konnte fortgesetzt werden.

Wenn Sie beim Fahren auf dem Boot plötzlich feststellen, das sich die Drehzahl des Motors ruckartig, ohne Ihr zutun für kurze Zeit um mehrere hundert Umdrehungen verändert, so können Sie davon ausgehen, das der Filter beginnt zu verstopfen. Der Filter muß dann schnellstmöglich gewechselt werden.
Ölfilter
Direkt am Motor findet man den Ölfilter. Er muß bei jedem Ölwechsel ebenfalls ausgetauscht werden.
Kühlwasserfilter
Bei Einkreis- oder Zweikreiskühlungen ist vor dem Motor/bzw. Wärmetauscher ein Kühlwasserfilter eingebaut. Dieser Filter ist ein grober Filter, der regelmäßig auf Durchgängigkeit überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden muß.
Luftfilter
Direkt am Motor filtert er die angesaugte Verbrennungsluft.
Alle Filter müssen gemäß den Herstellerangaben, aber mindestens 1 x pro Jahr gewechselt bzw. gereinigt werden.
Wasserfilter, Kraftstofffilter und Ölfilter sorgen für den sicheren Betrieb eines Verbrennungsmotors.
Nach der Kraftstoffart kommen Diesel- und Benzinmotoren als Bootsmotoren in Frage, nach dem Arbeitsverfahren 2- und 4-Takt Motoren.
Vor dem Anlassen des Motors soll der Motorraum gelüftet sein. Kraftstoffbestand und Kraftstoffhahn muß kontrolliert werden. Die Schraube wird ausgekuppelt. Der Ölstand in Motor und Getriebe wird überprüft. Das Kühlwassersystem wird überprüft.
Durch Trichter und Auffangwannen kann man beim Tanken oder Ölwechsel verhindern das Öl oder Treibstoff in die Bilge gelangt. Sollte es trotzdem passieren, so müssen diese Stoffe sofort mit einem saugfähigen Lappen entfernt werden. Das Boot ist anschließend gut zu lüften.
Weil Benzindämpfe schwerer als Luft sind, in die Bilge absinken und dort ein explosionsfähiges Gemisch bilden, ist verschüttetes Benzin im Boot besonders gefährlich.
Wenn Benzin in die Bilge gelangt ist sofort jedes Feuer oder offene Licht zu löschen. Es dürfen keine elektrischen Schalter betätigt werden. Die Bilge muß mit Schwamm oder saugfähigen Tüchern gemäß den Umweltvorschriften gereinigt werden und die Räume sind anschließend gut zu lüften.

 
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